Kiefergelenks­therapie - Wenn der richtige Biss fehlt

Das Kiefergelenk zählt zu den am meisten benutzen Gelenken des Körpers und verbindet den beweglichen Unterkiefer (Mandibula) mit dem unbeweglichen Oberkiefer, der gleichzeitig einen Teil des Schädelknochens darstellt. Jeder Mensch verfügt über zwei Kiefergelenke, die links und rechts im Gesicht ganz in der Nähe des äußeren Gehörgangs positioniert sind. Das Kiefergelenk verfügt über einen anatomisch äußerst komplexen Aufbau verbunden mit einer komplizierten Mechanik und wird aufgrund seiner Bewegungsmuster auch als 'Dreh-Gleit-Gelenk' bezeichnet.

Das Kiefergelenk ist, im Vergleich zu anderen Gelenken wie etwa dem Knie oder Ellenbogen, ein relativ kleines Gelenk, von dem aber permanent Höchst­leistungen abverlangt werden: man geht von etwa 2400 Kauvorgängen im Verlauf eines Tages aus (diese Zahl wird durch Kaugummikauen sogar noch deutlich erhöht!).

Und bei jedem einzelnen Kauvorgang wirkt im Durchschnitt eine Kraft von etwa 100 Kilogramm (!) auf Zähne, Kiefer und das Kiefergelenk als Krafthebel. Um essen, trinken, schlucken oder sprechen zu können, bedarf das Kiefergelenk also der Unterstützung einer starken Kaumuskulatur.

Eine biologisch ausgerichtete, ganzheitliche Zahnmedizin kommt daher um ein Thema nicht herum: den Kiefer-Fehlbiss. Denn zu viele Menschen leiden an chronischen Rücken- und Nackenschmerzen, an Kiefergelenk Schmerzen, Ohrgeräuschen oder Schwindel. Oftmals lässt sich dafür zunächst keine genaue Ursache finden. Erst wenn Orthopäde und HNO-Arzt erfolglos bleiben, wird an eine zahnärztliche Untersuchung des Kiefergelenks gedacht. Dabei können schon minimale Fehlstellungen des Kiefers erhebliche Beschwerden im ganzen Körper auslösen...

Was sind Ursachen für Kiefergelenkerkrankungen?

Als Ursache für Kiefergelenkerkrankungen findet sich sehr häufig eine Kombination aus Verspannungen der Kaumuskulatur verbunden mit anatomischen Problemen innerhalb des Kiefergelenks. Des weiteren können auch psychologische Komponenten (z.B. Streß oder seelische Konflikte) und andere Faktoren zu einer Kiefergelenkserkranung beitragen. Das durch Streß ausgelöste Zusammenbeißen und Knirschen von Zähnen (Bruxismus), Ganzkörpererkrankungen (z. B. Osteopenie, Autoimmunkrankheiten oder genetisch bedingte Knochenerkrankungen), vorangegangene Infektionen, Verletzungen im Kieferbereich, Fehlstellungen von Zähnen und selbst dauerhaftes Kaugummikauen können zu einer Kiefergelenkserkrankung mit vielfältigen Symptomen führen.

Als spezifische Ursachen können einer Kiefergelenkserkrankung u.a. zugrunde liegen:

  • Muskelermüdung, Verspannungen und Überbeanspruchung (myofasziales Schmerzsyndrom)
  • Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD)
  • Arthritis
  • Versteifung
  • Übermäßige Beweglichkeit

So äußern sich Kiefergelenks­probleme

Im Idealfall greifen beim Zubeißen die vorderen Zähne des Oberkiefers leicht über die des Unterkiefers des Gebisses. Von einem Fehlbiss spricht man dann, wenn das nicht der Fall ist und Unterkiefer und Oberkiefer beim Zubeißen so aufeinandertreffen, dass die beiden Kiefergelenke nicht gleichmäßig belastet werden oder sich verschieben.

Der Körper ist nur bis zu einem gewissen Maß in der Lage, Fehlstellungen von Zähnen und Kiefer auszugleichen. Gelenke im Kiefer, Kopf und Beckenbereich sind durch Nerven miteinander verbunden. Entsteht bei einem Gelenk eine Fehlbelastung, kann es zu Schmerzen im Kiefergelenk und ebenso Beschwerden in den anderen Gelenken kommen.

Eine Kieferluxation ist ein zahnärztlicher Notfall und zeichnet sich durch einen weit geöffneten Mund und Schmerzen aus, wobei es schwer ist, den Mund zu schließen (mit übereinander liegenden Zähnen).

Typische Symptome, die bei Kiefergelenks­problemen auftreten, sind zum Beispiel:

  • Kopfschmerzen (Cephalgie), Migräne oder Nackenschmerzen
  • Gesichtsschmerzen
  • Zahnschmerzen, untypischer Zahnabrieb
  • Ohrgeräusche oder Tinnitus, Ohrenschmerzen
  • Schwindel, Schlafstörungen
  • Kiefergelenk Schmerzen oder Knack-/Knirschgeräusche der Kiefergelenke
  • Kieferhöhlenbeschwerden
  • Schluckbeschwerden
  • Probleme bei der Mundöffnung, eingeschränkte Öffnungsweite
  • schmerzende Kaumuskulatur, verdickte Kaumuskeln
  • Funktionsstörungen
  • Nacken- und Rückenschmerzen, Muskelschmerzen (Myalgie), Verspannungen
  • Wirbelsäulenverkrümmungen

Zusätzliches Risiko für Kiefergelenks­probleme durch Zähneknirschen

Bruxismus bezeichnet das Knirschen mit den Zähnen. Dieses bewirkt, dass die Muskulatur im Kieferbereich unter permanenter Spannung steht und sich schlussendlich ganz verspannt. Die anhaltende Anspannung der Kaumuskulatur kann dazu führen, dass sich Teile der Kiefergelenke verschieben. Die Folge sind Schmerzen im Kiefergelenk. Dadurch wiederum kann es dazu kommen, dass sich der Mund nicht mehr weit öffnen lässt und Beschwerden wie Ohrenschmerzen, Schwindel oder Verspannungen im Halsbereich oder der Nackenmuskulatur hervorgerufen werden. Außerdem können Probleme mit der Halswirbelsäule verstärkt werden. Durch die Kiefergelenkstherapie können unter anderem das Zähneknirschen diagnostiziert, Schmerzen im Kiefergelenk reduziert und weitergehende Beschwerden behoben werden.

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FAQs zu Kiefergelenkserkrankungen

Wie kommt es zu Kiefergelenkserkrankungen?


Mit dem Oberbegriff "Kiefergelenkserkrankungen" werden unterschiedliche Fehlfunktionen des Kiefergelenks und der Kaumuskulatur bezeichnet, die vielfältige Ursachen haben können. Mit seinen überaus komplexen knöchernen, muskulären und nervlichen Strukturen ist unser Kauapparat eines der empfindlichsten Systeme in unserem Körper und darüber hinaus auch noch mit dem gesamten Körper verbunden. Auf diese Weise ist eine wechselseitige Beeinflussung von Körper und Kauapparat gegeben, was z.B. bei Haltungsfehlern zu Kiefergelenkserkrankungen führen kann und umgekehrt.

Welche Symptome gibt es bei Kiefergelenkerkrankungen?


Eine Kiefergelenkerkrankung kann symptomatisch Kopfschmerzen, Empfindlichkeit der Kaumuskulatur und knackende, klickende oder klemmende Gelenke auslösen. Vereinzelt kann es auch sein, dass die Schmerzen eher in der Umgebung der Kiefergelenke als direkt in ihnen zu sitzen scheinen.

Kiefergelenkerkrankungen können auch Ursache für ständig wiederkehrender Kopfschmerzen sein, die auf die übliche Behandlung wie z.B. Kopfschmerztabletten nicht ansprechen. Weitere mögliche Symptome sind Steifigkeit oder Schmerzen im Nacken, die bis in die Schultern ausstrahlen, allgemeine Benommenheit, „verstopfte“ Ohren oder Ohrenschmerzen und auch Schlafprobleme.

Patienten mit Kiefergelenkerkrankungen haben oft Schwierigkeiten, ihren Mund weit zu öffnen. Im gesunden Zustand ohne Kiefergelenkerkrankung können bei geöffnetem Mund mühelos Zeige-, Mittel- und Ringfinger übereinander in den Zwischenraum zwischen Ober- und Unterkiefer gehalten werden. Wenn jemand Kiefergelenkerkrankungen hat, ist dieser Zwischenraum meist deutlich kleiner.

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